Reboarder sind spezielle Kindersitze die nach hinten gerichtet sind. Im Gegensatz zu den vorwärts gerichteten Kindersitzen bieten sie einige Vorteile, die auf den ersten Blick gar nicht so klar sind. Eigentlich ist es aber ganz einfach und logisch warum rückwärts gerichtete Kindersitze viel sicherer sind. In diesem Beitrag wollen wir genau beleuchten warum.

 

Auswirkungen auf das Kind bei einem Unfall

Bei einem Unfall wirken enorme Kräfte auf das Kind. Besonders Kopf und Nacken wird dabei heftig beansprucht. Das liegt daran, weil das Kind angegurtet im Kindersitzt sitzt und der Kopf bei einem Unfall nach vorne katapultiert wird. Das ist davon ausgehend der Fall, wenn der Unfall in Blickrichtung passiert.

Jetzt wird es interessant, denn nun kommen die Vorteile des Reboarder ins Spiel.

 

Die Unfallarten

Der Frontalaufprall ist mit über 65% die häufigste Unfallart. Gefolgt vom Seitenaufprall mit 27% und am seltensten passiert ein Heckaufprall mit 4%. Schauen wir uns nun genauer an, was bei den einzelnen Unfallarten genau passiert.

 

Frontalaufprall

Wie bereits angesprochen ist das die häufigste Unfallart. Betrachtet man nun den herkömmlich vorwärts gerichteten Kindersitz, stellt man fest, dass dieser genau dort NICHT schützt. Denn das Kind wird mit Kopf und Nacken nach vorne geschleudert, der restliche Körper bleibt angegurtet im Sitz. Selbst langsame Unfälle können dort enorme Krafteinwirkungen auf die schwache Muskulatur des Kindes bedeuten. Im schlimmsten Fall kommt es zum Tode oder zu Querschnittslähmungen. Betrachten wir nun den Reboarder, stellen wir fest dass dieser genau hier hilfreich ist. Das Kind wird bei einem Frontalaufprall einfach in den Sitz reingedrückt. Nichts passiert, denn der Sitz ist weich.

 

Seitenaufprall

Mit 27% ist diese Unfallart nicht zu verachten. Das Kind wird zur Seite geschleudert. Das ist weniger schlimm als nach vorne. Die meisten älteren vorwärts gerichteten Kindersitze bieten schlechte Seitenlehnen und Kopfstützen und sind auch dort gefährlich. Allerdings ist zu sagen, dass moderne Kindersitze hier gut schützen. So ist es auch mit dem Reboarder. Er bietet gut gepolsterte Kopfstützen und Seitenlehnen.

 

Heckaufprall

Ein Heckaufprall ist mit 4% äußerst selten, allerdings nicht ganz auszuschließen. Hier ist es nun genau anders rum. Der vorwärts gerichtete Kindersitz schützt das Kind, während der Reboarder hier seine Schwäche zeigt.

 

Fazit

Ich denke der Vorteil des Reboarder kommt gut heraus, denn wenn wir einmal den Frontalaufprall und den Heckaufprall betrachtet stehen sich 65% und 4% Wahrscheinlichkeit gegenüber. So gesehen schützt ein Reboarder also über 16x so häufig wie ein herkömmlicher Kindersitz. Das belegen auch Statistiken, denn in Schweden ist der Reboarder bereits zum Standard ernannt. In Deutschland ist der Reboarder noch eher unbekannt. Die Anzahl der verunglückten Kinder ist in Deutschland durch Autounfälle 3x so hoch. Wir empfehlen allen Eltern sich ausgiebig mit dem Reboarder zu beschäftigen und dann die einzig richtige Entscheidung zu treffen: FÜR einen Reboarder!